Andreas Kollross

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Bürger*innen ächzen unter Energiepreisexplosion

Im März erreichten die Energiepreise ein neues Rekordhoch. Ganze 42,4% mussten die Haushalte mehr für ihre Energie zahlen als vor einem Jahr. Die Bundesregierung kündigte bereits im Jänner einen Energiegutschein an, der nun an aller Haushalte ausgesendet wird, obwohl diesen gar nicht jeder Haushalt einlösen darf. Schlagend wird dieser Energiekostenausgleich allerdings erst in einem Jahr bei der nächsten Jahres- oder Schlussabrechnung.

„So funktioniert sie also, die schnelle Hilfe der Bundesregierung zur Energiepreisexplosion. Im Jänner angekündigt, erfolgt nun die Zustellung. Eingelöst wird der Gutschein dann mit der nächsten Jahresabrechnung. Von der Ankündigung bis zur Einlösung also gerade einmal mehr als ein Jahr bis die Bürger*innen die Hilfe spüren. Beachtliche Geschwindigkeit einer Soforthilfe. Vom bürokratischen Aufwand will ich gar nicht erst zu sprechen beginnen“, so der SP-Kommunalsprecher und Bürgermeister von Trumau, Abgeordneter zum Nationalrat Andreas Kollross.

Während die Bundesregierung weiterhin nur ankündigt und verspricht, resultiert die Energieteuerung bereits in Mehrkosten von rund 500 Euro pro Haushalt. Einhergehend mit den gestiegenen Energiepreisen kommt es auch zu einer Teuerungsspirale bei den Lebensmittelpreisen, die laut Schätzungen bei über 10% liegen, sowie bei Mieten und Tanken. Diese Preissteigerungen wirken sich bereits auf das Kaufverhalten von über 80% der Menschen in Österreich aus.

„Energie ist ein zentraler Bestandteil des täglichen Lebens: Wer seine Energiekosten nicht mehr zahlen kann, verliert den Anschluss an die Gesellschaft. Viele private Haushalte kämpfen aktuell nicht nur mit den finanziellen Folgen der Corona-Pandemie, sondern auch mit den gestiegenen Preisen für Wohnen, Heizen, Strom, Tanken und Lebensmittel. Statt diese Personen schnell finanziell zu unterstützen, verhöhnt die Bundesregierung sie mit einem Gutschein, der erst in einem Jahr schlagend wird. Sie wollen und können es einfach nicht. Abgang bitte!“, so der SP-Kommunalsprecher Andreas Kollross, der im Zuge der Teuerungsdebatte eine Mehrwertsteuersenkung und Preisobergrenzen fordert.

Die Menschen brauchen jetzt direkte Hilfen. Nicht erst in einem Jahr, damit das Leben wieder leistbar wird“, schloss Kollross.